7,5 cm Pak 40

Die 7,5-cm-Panzerjägerkanone 40 erwies sich von Anfang an als so zuverlässig und wirkungsvoll, daß sie auch auf verschiedene Fahrzeuge aufgebaut und in Selbstfahrlafetten eingebaut wurde. Die folgenden Zahlen beziehen sich auf alle Versionen der 7,5-cm-Pak 40. Gegen Ende des Krieges wurde die Pak auch bei der Artillerie als 7,5-cm-Feldkanone 40 geführt! Sinn dieser Maßnahme war es vermehrtes Ausnutzen der Rohre (7,5 cm-Pak 40 und 8,8 cm-Pak 43) für den artilleristischen Feuerkampf und Schaffen von zusätzlichen Panzerschutz in der Tiefe.

Abnahmezahlen 7,5 cm Pak alle Varianten in Klammern mit Räderlafette

 

1942

1943

1944

1945

Januar

 

500 (337)

1007 (893)

301 (102)

Februar

15 (3)

551 (490)

877 (785)

317 (270)

März

10 (10)

610 (480)

976 (871)

123 (?)

April

156 (156)

651 (525)

986 (909)

?

Mai

251 (251)

700 (592)

1014 (948)

 

Juni

93 (20)

751 (621)

1016 (966)

 

Juli

176 (33)

800 (700)

1000 (930)

 

August

175

850 (662)

840 (730)

 

September

185 (347)

800 (676)

928 (918)

 

Oktober

307

950 (841)

1054 (1054)

 

November

290 (100)

645 (481)

1025 (1025)

 

Dezember

468 (434)

932 (929)

1006 (908)

 

Verluste

 

1942

1943

1944

1945

Januar

 

28

404

352

Februar

 

211

596

756

März

0

117

524

 

April

0

96

276

 

Mai

0

141

507

 

Juni

16

8

191

 

Juli

41

350

1236

 

August

77

382

1214

 

September

74

287

669

 

Oktober

14

254

1020

 

November

4

197

528

 

Dezember

36

261

414

 

Die 7,5 cm-Pak 40 ist eine halbautomatische, schwere Schnellfeuer-kanone mit Spreizlafette für Kraftzug.

Sie dient zur Bekämpfung von Panzerzielen mit Panzergranaten und lebenden Zielen mit Sprenggranaten im direkten Schuss. Unter Verwendung des Aushilfsrichtmittel 38 der Feldartillerie als Richtmittel kann auch aus verdeckter Feuerstellung im indirekten Schuss geschossen werden.

 

Die 7,5 cm-Pak 40 besteht aus folgenden Hauptteilen:

  • Rohr
  • Lafette mit Lenkrad
  • Zugehörige Teile (Zubehör und Vorrat)

 

Das Rohr besteht aus:

  1. dem Rohr mit Mündungsbremse
  2. Bodenstück mit Verschluss und Verschlussbeweger.

Die Lafette trägt das Rohr. Sie ist eine durch ein Doppelschild stark geschützte Spreizlafette mit gefederter Achse.

Die Lafette besteht aus:

  1. Rohrwiege mit
  • Rohrbremse
  • Rohrvorholer
  • 2 Ausgleichern und
  • Zielvorrichtung
  1. Oberlafette mit
  • Höhenrichtmaschine und
  • Seitenrichtmaschine
  1. Unterlafette mit
  • Gefederter Achse mit Rädern,
  • Holmen,
  • Doppelschild und
  • Lenkrad

 

Das Lenkrad besteht aus dem Lenkarm mit Protzdorn, umklappbaren Lenkbaum und dem Rad.

(Das Lenkrad dient zum Tragen der Holme und zum Lenken des Geschützes im Mannschaftszug. Hierbei wird das Geschütz in Schussrichtung gezogen. Ein Mann steuert mit dem Lenkbaum.)

Allgemeine Angaben

Kategorie

Panzerabwehrgeschütz

Typ

7,5 cm Pak 40

Baujahr

1942 - 1945

Indienststellung

1942

Außerdienststellung

1945

Bedienung

5

Rohrweite

75 mm

Rohrlänge

3,45 m

Kaliberlänge

46

Rohrgewicht mit Verschluß

460 kg

Züge

32

Anfangsgeschwindigkeit V0

Pz.Gr. 39

770 m/s

Pz.Gr. 40

990 m/s

Spr.Gr. 34

500 m/s

Höhenrichtbereich

-5° - +22°

Seitenrichtbereich

65°

Feuerhöhe

960 mm

Rücklauflänge

Normal

900 mm

Maximal

920 mm

Gewicht

Feuerstellung

1425 kg

Fahrstellung

1500 kg

Lenkrad

56 kg

Geschützlänge Fahrstellung

5,84 m

Breite Fahrstellung

1,98 m

Spreizbreite

3,60 m

Schildhöhe Feuerstellung

1,26 m

Bodenfreiheit Fahrstellung

0,35 m

Raddurchmesser

0,90 m

Spurweite

1,60 m

UPDATE

7,5 cm Pak 40/3 Marder III Ausf. H Sd.Kfz 138

Eine Verbesserung stellte die Ausführung H dar. Seine Höhe war zwar nur etwas geringer als beim Sd. Kfz 139, doch stand die Bedienung durch den rückversetzten Motor etwas tiefer im oben und hinten offenen Fahrzeug und war dadurch auch etwas besser geschützt.

Archiv Ulrich Wrede

7,5 cm Pak 40/3 (Sf) Marder III Ausf. M Sd. Kfz 138

Kategorie

Panzerabwehrgeschütz

Typ

7,5 cm Pak 40/3

Fahrgestell

Selbsttragende Panzerwanne

Antrieb

Kette

Fahrwerk

Rollenlaufwerk mit 4 Laufrädern und 2 Stützrollen

Baujahr

1942 - 1943

Indienststellung

1942

Außerdienststellung

1945

Motor

Vergasermotor

Motor Typ

Praga EPA

Kühlung

Wasser

Zylinderzahl / Anordnung

6

Hubraum

7754 cm³

Leistung

125 PS bei 2200 U/min

Leistungsgewicht

-/-

Kraftstoff

218 l Benzin

Kraftstoffverbrauch l/100km

Straße

90

Gelände

135

Fahrbereich km

Straße

240

Gelände

160

Höchstgeschwindigkeit

47 km/h

Länge Wanne

4,50 m

Länge Kanone 12 Uhr

5,68 m

Breite

2,15 m

Höhe

2,40 m

Gefechtsgewicht

10,8 t

Bedienung

4

Höhenrichtbereich

+25° bis -10°

Seitenrichtbereich

60°

Feuerhöhe

1,96 m

Munitionsvorrat

38

Bug-MG

MG 37 (t)

Munitionsvorrat

 

Spez. Bodendruck kg/cm²

0,67

Bodenfreiheit

0,38 m

Grabenüberschreitfähigkeit

-/-

Watfähigkeit

0,90 m

Steigungswinkel

30°

Querneigung

-/-

Kletterfähigkeit /

0,85 m

UPDATE

7,5 cm Pak 40/3 Marder III Ausf. M Sd.Kfz 138

Eine weitere Verbesserung stellte die Abschlussausführung M dar. Der Motor wurde in die Fahrzeugmitte und der Kampfraum weiter nach Hinten. Dadurch wurde die Kopflastigkeit  gegenüber der Ausf. H verringert. Beide Ausf. wurden zuerst noch zusammen produziert, später nur noch die Ausf. M. Im Mai 1944 lief die Produktion nach 381 Fahrzeugen aus.

Archiv Ulrich Wrede

7,5 cm Pak 40/3 (Sf) Marder III Ausf. M Sd. Kfz 138

Kategorie

Panzerabwehrgeschütz

Typ

7,5 cm Pak 40/3

Fahrgestell

Selbsttragende Panzerwanne

Antrieb

Kette

Fahrwerk

Rollenlaufwerk mit 4 Laufrädern und 1 Stützrolle

Baujahr

1943 - 1944

Indienststellung

1943

Außerdienststellung

1945

Motor

Vergasermotor

Motor Typ

Praga AC

Kühlung

Wasser

Zylinderzahl / Anordnung

6

Hubraum

7754 cm³

Leistung

150 PS bei 2600 U/min

Leistungsgewicht

-/-

Kraftstoff

218 l Benzin

Kraftstoffverbrauch l/100km

Straße

100

Gelände

150

Fahrbereich km

Straße

210

Gelände

140

Höchstgeschwindigkeit

45 km/h

Länge

4,65 m

Breite

2,15 m

Höhe

2,48 m

Gefechtsgewicht

10,5 t

Bedienung

4

Höhenrichtbereich

+25° bis -10°

Seitenrichtbereich

60°

Munitionsvorrat

27

Spez. Bodendruck kg/cm²

0,61

Bodenfreiheit

0,38 m

Grabenüberschreitfähigkeit

-/-

Watfähigkeit

0,90 m

Steigungswinkel

-/-

Querneigung

-/-

Kletterfähigkeit /

-/-

7,5 cm Pak 40/4 (Sf) (RSO)

Der immer größer werdende Bedarf an beweglicher und geländegängiger Pak an der Ostfront führte dazu, daß man mehr davon abging, das Geschütz als Anhänger im Kraftzug zu bewegen und statt dessen versuchte, es auf sogenannten Waffenträgern und Selbstfahrlafetten unterzubringen.

Nachdem der RSO sich in unwegsamem Gelände bestens bewährt hatte, entschloss sich das Heereswaffenamt, dieses Gleiskettenfahrzeug für die Bestückung mit einer 7,5 cm Pak 40 einzusetzen.

Am 3. Oktober 1943 findet sich ein Eintrag im Kriegstagebuch des OKW/Org. Abt. III:

„Gen St d H/Org. Abt. hat an Chef H Rüst u BdE nachstehende Forderungen gestellt:

4. 7,5 cm Pak 40/4 Sf. RSO

  1. Neben Rundumfeuer muß Absetzbarkeit für jedes Geschütz gewährleistet sein. Ferner muß das abgesetzte Geschütz im Kraftzug über kurze Strecken bewegt werden können.
  2. Truppenversuch mit den bisher vorgesehenen 50 Geschützen soll nicht erst abgewartet werden, sondern Fertigung soll anlaufen.“

Das Geschütz in dieser Form stieß bei der Truppe auf heftige Kritik. Bemängelt wurde nicht nur der höchst unzulängliche Schutz, sondern auch der verhältnismäßig kleinen Plattform auf der sich die Mannschaft nur beschränkt bewegen konnte. Ein weiterer Einwand war, daß die Patronen, die in Behältern unter der Plattform untergebracht waren, nicht leicht zugänglich waren, vor allem dann, wenn sich das Geschütz über den Luken befand.

 

Beschreibung:

Unter Beibehaltung aller wesentlichen Teile wurde der RSO soweit abgeändert, das nun das Fahrerhaus entfiel. An seiner Stelle kam lediglich ein Stummel für den Fahrer und Beifahrer. Diese saßen aber mit dem Oberkörper ungeschützt im Freien. Die beiden Öffnungen konnten zum Schutz gegen Eindringen von Fremdkörpern nur geschlossen werden wenn die Besatzung nicht auf ihren Plätzen saß. An der Rückwand dieses Stummels waren 2 weitere klappbare Sitze für den Rest der Geschützbedienung angebracht. Das Geschütz war in der Mitte der Plattform auf einem Drehsockel angebracht. Im Boden der Plattform waren an den Seiten Behälter zur Unterbringung von Munition und Werkzeug angebracht. Diese Behälter waren mit abnehmbaren Deckeln verschlossen. Das Geschütz wurde beim Transport vorn und hinten mit abklappbaren Böcken festgezurrt. Beim Transport waren die Seiten- und Rückwand hochgeklappt und zum Feuerkampf wurden sie abgeklappt und in waagerechter Stellung fixiert um die Plattform zu vergrößern. In Fahrstellung konnte über die Plattform ein Wetterschutz aufgebaut werden.

7,5 cm Pak 40/4 (Sf) (RSO)

Kategorie

Panzerabwehrgeschütz

Typ

7,5 cm Pak 40/4

Fahrgestell

Fahrgestell-Wanne aus Längs- und Querträger sowie Tragplatten

Antrieb

Kette

Fahrwerk

Räderlaufwerk mit 4 Laufrädern

Baujahr

1943 - 1944

Indienststellung

1943

Außerdienststellung

1945

Motor

Vergasermotor

Motor Typ

Steyr V8 – 3,5 Liter

Kühlung

Luft

Zylinderzahl / Anordnung

8 / 90° V

Hubraum

3517 cm³

Leistung

70 PS bei 2500 U/min

Leistungsgewicht

-/-

Kraftstoff

180 l Benzin

Kraftstoffverbrauch l/100km

Straße

60

Gelände

120

Fahrbereich km

Straße

300

Gelände

150

Höchstgeschwindigkeit

17 km/h

Länge

4,43 m

Länge Kanone 12 Uhr

-/-

Länge Ladefläche

2,10 m

Breite

1,99 m

Breite Ladefläche

1,86 m

Höhe

2,53 m

Gefechtsgewicht

5,2 t

Bedienung

4

Höhenrichtbereich

23°

Seitenrichtbereich

360°

Feuerhöhe

-/-

Munitionsvorrat

28

Spez. Bodendruck kg/cm²

-/-

Bodenfreiheit

0,55 m

Grabenüberschreitfähigkeit

-/-

Watfähigkeit

0,85 m

Steigungswinkel

-/-

Querneigung

-/-

Kletterfähigkeit /

-/-

Abkürzungsverzeichnis

Pak

Panzerabwehrkanone

Panzerjägerkanone

MG

Maschinengewehr

RSO

Raupenschlepper Ost

Sf.

Selbstfahrlafette

OKW

Oberkommando der Wehrmacht

Org. Abt.

Organisation Abteilung

Sd. Kfz

Sonderkraftfahrzeug

MG 37 (t)

7,92 x 57 mm

(t)

Tschechisch