Jagdpanzer 38

Basierend auf dem Fahrgestell des Pz 38 (t) n. A. wurde die Entwicklung eines leichten Jagdpanzers der 13t Klasse gefordert, am Ende wurde das Fahrzeug mit 16t doch etwas schwerer. Zum Einbau kam eine 7,5 cm Pak 39 in einem neu entwickelten Kardanrahmen, eine übliche Bauweise mit feststehender Unterlafette und drehbarer Oberlafette war aus Platzgründen nicht möglich. Der Kardanrahmen war innen am oberen Wannenblech befestigt und war rechtsseitig von der Mittellinie des Fahrzeuges versetzt. Dadurch war der Seitenrichtbereich der Waffe weiter eingeschränkt als ursprünglich geplant. Ging es bei den ersten Planungen noch um einen Seitenrichtbereich von jeweils 15° nach beiden Seiten, so waren es am Ende nur 5° nach links und 10° nach rechts von der Waffenmittellinie. Der Waffeneinbau sorgte nicht nur für eine Kopflastigkeit des Fahrzeuges sondern belastete das rechte Laufwerk mit 850 kg mehr als das linke Laufwerk.

Die Panzerung der Wanne betrug an den Seiten und hinten 20 mm und an der Front 60 mm bei Neigungswinkeln von 40° bis 60°, das reichte im Grunde nur als Schutz gegen Splitter und Geschossen aus Handwaffen. Vom taktischen Einsatzzweck reichte es aber aus, da der Jagdpanzer aus gedeckten Stellungen heraus operieren und damit einem direkten Duell vermeiden sollte. Bei den Besatzungen war das Fahrzeug nicht sehr beliebt, einmal wegen der Enge im Kampfraum und zweitens wegen der stark eingeschränkten Beobachtungsmöglichkeiten aus dem Fahrzeug heraus. Das Fahrzeug wurde im Laufe der Produktion ständig verbessert bzw. es flossen immer Veränderungen ein.

Das Fahrzeug wurde nach Beendigung des 2. Weltkrieges in der Tschechoslowakei weiter gebaut und die Schweizer Armee hatte ihn als G 13 bis Mitte der Siebziger Jahre im Einsatz.

Der Jagdpanzer 38 wird meistens als "Hetzer" bezeichnet, das war aber nie der offizielle Name und ich verwende ihn auch nicht.

Die Bilder zeigen in der Regel ehemalige Schweizer Modelle des G 13 die mehr oder weniger optisch dem Jagdpanzer 38 angeglichen wurden.