Alles was fährt.

Radfahrzeuge

GEFAS

Das Geschützte Fahrzeugsystem (GEFAS) ist ein völlig neues Konzept der

·      Entwicklungsgemeinschaft Rheinmetall Landsysteme GmbH,

·       MTU Friedrichshafen GmbH,

·      ESW GmbH,

·       STW Sensor-Technik Wiedemann GmbH,

·      IBD Ingenieurbüro Deisenroth,

·      Timoney Technology LTD

 

Die Streitkräfte benötigen zur Erfüllung ihres erweiterten Aufgaben-spektrums ein hochmobiles und universell einsetzbares Fahrzeug mit einem sehr hohen Schutz. Diese Anforderungen erfüllt Gefas in außergewöhnlicher Weise: Mit einem in dieser Gewichtsklasse unerreichten Schutzniveau sowie seiner hervorragenden Geländegängigkeit wird Gefas zum idealen Patrouillen- und Konvoibegleitfahrzeug. Der modulare Aufbau sowie die Möglichkeit zur

Adaption verschiedener Zusatzausrüstung befähigen Gefas u.a. für die Missionen:

·      Konvoischutz

·      Patrouille

·      Führung

·      Aufklärung

·      Flugabwehr

 

Darüber hinaus ist Gefas aufgrund seiner durch die Modularität bedingten Aufwuchsfähigkeit als Trägerfahrzeug für verschiedene Sensoren und Effektoren geeignet.

Hauptmerkmale

Der modulare Aufbau mit vertikalen Fahrzeugschnittstellen ermöglicht eine einsatzoptimierte Zusammenstellung des Gesamtfahrzeuges inklusive Integration der erforderlichen Subsysteme. Hierbei sind Fahrzeug-konfigurationen von 4x4 über 6x6 bis 8x8 möglich.

 

Das Fahrzeugsystem – Modularer Aufbau

In der Grundkonfiguration besteht das Fahrzeug aus:

·      Einem Hauptmodul

·      Einem Leistungsmodul

·       Zwei Achsmodulen

·      Einem Frontmodul

·      Einem Heckmodul

 

Achsmodul

Im Inneren des Achsmoduls ist die Antriebseinheit angeordnet. Diese besteht aus zwei STW-MELA Elektromotoren, die als Fahrmotoren eingesetzt werden, sowie einem zweistufigen Zwischengetriebe und der zugehörigen Steuer-elektronik. Dieses Antriebskonzept ist eine Grundlage für das hohe Schutz-niveau und die Modularität des Gefas. Die elektrische Antriebseinheit wurde im Innern der Wanne des Achsmoduls positioniert, um Schwachstellen wie Kühlmittelleitungen und Kabel zu den Rädern zu vermeiden. Auch wurde es so möglich, handelsübliche, bewährte Doppelquerlenker-Achsen der Firma Timoney Technology LTD für die Einzelradaufhängung einzusetzen. Durch die Reifendruckregelanlage werden ideale Notlaufeigenschaften erreicht. Zusätzlich sind die Räder mit einem Notlaufring ausgerüstet. Das Achsmodul kann als Vorder- oder Hinterachse eingesetzt werden. Hieraus resultiert aufgrund der All-Achslenkung ein kleiner Wendekreis.

 

Leistungsmodul

Das Leistungsmodul beinhaltet alle zur Leistungserzeugung

erforderlichen Baugruppen. Es kann autark betrieben und über die standardisierten Schnittstellen an jedes andere Modul angekoppelt werden.

Bei Defekten kann ein einfacher Modulwechsel durchgeführt werden. Damit wird ein aufwändiger Triebwerkwechsel erstmals überflüssig. Die Führung von Kühl- und Brennluft sowie Abgas ist bezüglich des Schutzes gegen Brandbeschleuniger optimiert. Gleichzeitig wird die IR-Signatur durch eine

Vielzahl von Maßnahmen minimiert. Das Leistungsmodul beinhaltet Motor, elektrisch angetriebene Kühlanlage, Luftfilteranlage und die elektrische Leistungserzeugung. Diese besteht aus Startergenerator, Generatorstromrichter,

der Bordnetzversorgung und dem Power Management.

 

Hauptmodul

Das Hauptmodul dient zur Aufnahme der Besatzung sowie der elektronischen Fahrzeugsteuerung. Es besteht aus einer Tragstruktur und einer darin eingehängten Sicherheitszelle. Dabei ist die Sicherheitszelle nur im Dachbereich fixiert, während im Bodenbereich großzügig dimensionierter Freiraum sicherstellt, dass bei einer Minenexplosion die Besatzung in der Sicherheitszelle unverletzt bleibt. Die besondere Formgebung mit großen Schrägen im Boden

und Seitenbereich lässt Druckwellen von Blastminen und seitlichen Sprengstoff-Fallen optimal abfließen. Adaptierte Schutzplatten an der Tragstruktur und der Sicherheitszelle ermöglichen hohen ballistischen Schutz sowie Schutz gegen

projektilbildende Minen.  Im vorderen Bereich sowie in den Seitentüren sind Panzerglasscheiben angeordnet. Der Ein- und Ausstieg erfolgt über einen großzügigen, geschützt angeordneten Heckausstieg sowie über Seitentüren und Dachluken.

Technische Daten Basisfahrzeug 4x4

Länge

7,83 m

Breite

2,55 m

Höhe über Mannschaftsraum

2,40 m

Spurweite

2,13 m

Radstand

5,49 m

Böschungswinkel vorn / hinten

35° / 38°

Rampenwinkel

31°

Bodenfreiheit unter Hauptmodul

0,70 m

Wendekreis

6,80 m

Zulässiges Gesamtgewicht

17,5 t

Nutzlast

1,5 t

Höchstgeschwindigkeit

80 km/h

Steigfähigkeit

60 %

Watfähigkeit

1,50 m

Reichweite

>700 km

Motor

MTU 4R890

Leistung

410 kW

Antriebsstrang

Dieselelektrischer Antrieb

Nutzlastaufwuchs pro zusätzlichem Achsbaustein

6,5 t

Kettenfahrzeuge

Leopard 2 A5 Hüpf

Die folgenden Bilder verdeutlichen, warum ich die Tage der offenen Tür in Torgelow immer als Jahreshöhepunkt empfinde. Leider fiel der TdoT in diesem Jahr (2013) dem Hochwasser der Elbe zum Opfer!

Hüpf 1 Torgelow 2009

Hüpf 2 Torgelow 2011

Hüpf 3 Torgelow 2011