Alles was fliegt!

Militärflugzeuge

Piaggio FW P-149D

Hawker SEA HAWK Mk.100

F 86 Sabre

Mehr Informationen auf Wiki

F 102 A Delta Dagger

F 5B Freedom Fighter

Optisch gefiel mir dieser kleine Flieger schon immer. 

Mehr über die F5 gibt es bei Wikipedia.

F 104G Starfighter

Der Starfighter gehörte zu den bekanntesten Flugzeugen der bundesdeutschen Luftwaffe.

Die Erstausstattung der Luftwaffe erfolgte noch mit bei der Einführung überholten Flugzeugtypen. So begab man sich schon recht bald auf die Suche nach einem Flugzeug, das als Jäger und Jagdbomber eingesetzt werden konnte. In den USA wurde man fündig, die F 104 Starfighter von Lockheed sollte der neue Flieger werden. Allerdings war die F 104 ein ausgesprochener Schönwetterjäger mit beeindruckenden Leistungen. Aber er entsprach leider nicht ganz den Wünschen der Luftwaffe. Aber durch einige Änderungen konnte das Problem gelöst werden. Der geänderte Typ bekam die Baureihenbezeichnung F 104G, wo bei das G für Germany stand. Der Sternenkrieger verwandelte sich aus einem einfachen Triebwerk mit Hülle in eine komplizierte Maschine, die den Piloten viel und manchmal auch zu viel abverlangte. Der Sternenkrieger kam als Hoffnungsträger in die Luftwaffe und entwickelte sich zum Albtraum. Die Beschaffung und Einführung brachte die Öffentlichkeit auf die Palme, der Spiegel erfand den „Starfighter Skandal“, der im Endeffekt auch den damaligen Verteidigungsminister zum Rücktritt veranlasste. Die Absturzserie verschaffte den Flieger Namen wie:"fliegender Sargnagel" oder "Witwenmacher". Erst eine Kommission der Luftwaffe konnte nach der Einführung von verbesserten Systemen und geänderten Abläufen und Vorschriften, die Unfallzahlen merklich nach unten drücken. Insgesamt flog der Starfighter über 20 Jahre im Dienste der Luftwaffe.

Im nachherein bleibt nur die Erkenntnis: "Erst der Starfighter machte die Luftwaffe zu dem, was sie heute ist!"

Technische Daten F 104G Starfighter

Länge

16,70 m

Spannweite

6,69 m

Höhe

4,11 m

Leergewicht

6,387 kg

Startgewicht

9567 kg (max. 11720 kg)

Kraftstoffvorrat intern

3392 Liter

Startrollstrecke

1463 m

Höchstgeschwindigkeit

2092 km/h

Einsatzreichweite

507 km

Triebwerk

1 x MTU J79-MTU-J1K

Besatzung

1

Bewaffnung

Bordkanone M61 Vulcan mit 725 Schuß

F 4F Phantom II

Die McDonnell Douglas F 4F Phantom II der Luftwaffe gehört nicht mehr zum Bestand der fliegenden Truppe. Einmal als Zwischenlösung zwischen F 104 G Starfighter und einem neuen modernen und leistungsfähigen Flugzeug gedacht mit einer geplanten Einsatzzeit von 10 Jahren, bewies dieser Typ am Ende fast 40 Jahre lang das Ziegelsteine doch fliegen können.

Aber zu Ehren des "Eisenschweins" stelle ich ein paar Bilder aus Leeuwarden ein. Die Bilder von der Phantom entstanden schon 2006 und zeigen eine Maschine aus Wittmund.

Technische Daten F4F Phantom II

Länge

19,18 m

Spannweite

11,78 m

Höhe

5,01 m

Leergewicht

16,330 kg

Startgewicht

25800 kg (max. 26300 kg)

Landegewicht

17240 kg

Kraftstoffvorrat intern

6704 Liter

Startrollstrecke (mit Nachbrenner)

1329 m (980m)

Landerollstrecke

950 m

Höchstgeschwindigkeit

2,10 Mach

Einsatzreichweite

1150 km

Triebwerk

2 x J79-MTU-17A

Besatzung

2

Bewaffnung

Bordkanone M61A1 Vulcan mit 638 Schuß, AIM-9L Sidewinder, AIM-120 AMRAAM

Panavia Tornado

Die Panavia Tornado wird in der Luftwaffe in der Version IDS (Interdiction / Strike) geflogen. Diese Version wurde auch bei den Marineflieger eingesetzt.

Technische Daten Tornado IDS

Länge

17,23 m

Spannweite gepfeilt / ungepfeilt

8,56 m / 13,91 m

Höhe

5,95 m

Leergewicht

13,950 kg

Startgewicht

28500 kg

Landegewicht

17240 kg

Kraftstoffvorrat intern

 

Startrollstrecke (mit Nachbrenner)

 

Landerollstrecke

 

Höchstgeschwindigkeit

2,20 Mach

Einsatzreichweite

1390 km

Triebwerk

2 x RB 199-34R

Besatzung

2

Bewaffnung

2 Maschinenkanonen 27 mm + max. 7500 kg Waffenlast an 7 Lastträgern

Suchoi SU 22

Die Luftwaffe der DDR setzte die SU 22 in den Varianten UM3K (Trainerversion) und M4 (Einsatzversion) als Jagdbomber ein. 

MIG 29 Fulcrum A

Im Rahmen der Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1990 übernahm die Luftwaffe der BW auch 24 MIG 29 (NATO Bezeichnung Fulcrum) der NVA LSK/LV. 22 der MIG 29 wurden 2004 an Polen abgegeben.

Drehflügler (Hubschrauber)

Alouette II

MBB BO 105 P1A1 - PAH 1

MBB BO 105 P1M - VBH

Sonderanstrich letzter Flug

Bell UH-1D "HUEY"

Die Bell UH-1D ist ein leichter Transporthubschrauber im Dienst der BW.

 

Man fand ihn bei allen drei Teilstreitkräften und im Bundesgrenzschutz. Das "HEER" erhielt 203, die "LUFTWAFFE" 131, die "MARINE" 2 und der "BUNDESGRENZSCHUTZ" 16 Hubschrauber.

 

Der Zulauf der Hubschrauber erfolgte in den Jahren 1968 bis 1970. Noch heute ist der Hubschrauber im aktiven Einsatz und kann so auf 45 Jahre bei der Truppe zurückblicken.

 

Nachtrag: 2021 ist die letzte Bell UH-1D ausgesondert worden. Damit ist die HUEY nun endgültig Geschichte!

 

Technische Daten Bell UH-1D

Rumpflänge

12,70 m

Hauptrotordurchmesser

14,68 m

Heckrotordurchmesser

2,59 m

Rumpfbreite

2,83 m

Höhe bis Spitze Hauptrotormast

3,95 m

Geschwindigkeit, Höchst-, / Reise-,

222km/h / 200 km/h

Reichweite

450 km

Leergewicht

2315 kg

Max. Abfluggewicht

4310 kg

Besatzung

2-3 Mann

Die Bilder zeigen folgende Varianten:

 

SAR Variante mit innenliegender Bergewinde und notfallmedizinischen Geräten. Eingesetzt auch im zivilen Rettungswesen, wurde aufgrund der 2 Triebwerke Vorschrift aus dem zivilen Rettungsdienst herausgelöst.

 

Variante zum Ausfliegen von 3 Verwundeten, ohne der innenliegenden Bergewinde sind auch 6 Verwundete möglich.

 

Transport von 8 Soldaten und zur Sicherung mit 2 aussen montierten MG 3 (Doorguns) versehen.

 

Absetzen von Komandosoldaten mit Hilfe eines Seils (Fast-Roping).

Besser als Verschrottung!

Der Rumpf als Übungsobjekt bei der Luftlandetruppe!

Abgestellt in der Kaserne als Erinnerungsstück (Denkmal).

Sea Lynx MK 88A "MARINE"

UPDATE

Geschichte:

Seit 1981 ist das Waffensystem Sea Lynx MK 88 in die deutsche Marine integriert. Damit ist das erste schiffsgestützte Fluggerät überhaupt in die Bundesmarine eingeführt worden. 19 Sea Lynx MK 88 und ab 2000 7 Sea Lynx MK 88A Hubschrauber sind dem Marinefliegergeschwader 3 (MFG 3) „Graf Zeppelin“ in Nordholz zugeführt. Ab 2001 sind auch die verbliebenen Sea Lynx MK 88 auf den Stand MK 88A umgerüstet worden. Seit 2013 gehören die Sea Lynx dem MFG 5 an. Vier Sea Lynx gingen bisher bei Unfällen verloren. Mit der Zeit ging die Einsatzbereitschaft der verbliebenen Hubschrauber, alters- und verschleißbedingt, auf eine Handvoll zurück. In den nächsten Jahren werden die Sea Lynx durch neuere, modernere und leistungsfähigere Modelle ersetzt.

Der Einsatz des Bordhubschraubers (BHS) erfolgte - erfolgt von der Landbasis Nordholz und von Bord der Fregatten F122 (Bremen-Klasse), F123 (Brandenburg-Klasse), F124 (Sachsen-Klasse) und F125 (Baden-Württemberg-Klasse). Für eine Einschiffung auf eine dieser Fregatten werden, bei zwei eingeschifften BHS, normalerweise 5 Piloten, 3 Hubschrauberortungsmeister und 10 BHS-Techniker eingesetzt, insgesamt also 18 Soldaten des MFG 3/5. Material, Ersatzteile und Werkzeuge für von der Landbasis unabhängige Operationen in See werden vor der Einschiffung von Nordholz nach Wilhelmshaven transportiert.

An Bord der Fregatte bildet das Hubschrauberpersonal des MFG 3/5 den Hauptabschnitt (HA) 500, der vom dienstältesten  und gleichzeitig erfahrensten Piloten an Bord, dem Hubschraubereinsatzoffizier (HEO), geführt wird. Für die Dauer der Einschiffung ist das Personal des MFG 3/5 der Schiffsführung unterstellt.

Eine der Hauptaufgaben des BHS ist der „Anti-Submarine-Warfare (ASW)“-Einsatz, d. h. Uboot-Jagd und –Bekämpfung. In den Jahren seit der Einführung des Flugbetriebs von schwimmenden Plattformen aus haben sich die Hubschrauberbesatzungen auch in der Uboot-Jagd während zahlreicher nationaler und multinationaler Kurz- und Langzeitübungseinsätze zu bewähren gehabt.

 

Das Waffensystem Sea Lynx MK 88/88A

 

Der Sea Lynx MK 88/88A ist ein voll nacht- und instrumentenflugtaugliches Luftfahrzeug. Der mit zweimal 1120 PS starken Triebwerken ausgerüstete Hubschrauber erreicht eine maximale Geschwindigkeit von 150 kn (270 km/h); die Einsatzgeschwindigkeit beträgt 120 kn (216 km/h). Das maximale Abfluggewicht beträgt knapp 5t. Die durchschnittliche Flugzeit ist auf zwei Stunden bemessen; die genaue Einsatzzeit variiert jedoch in Abhängigkeit von der Zuladung.

Für die Uboot-Jagd von Bedeutung ist die Ausstattung des BHS mit einem automatischen Flugkontrollsystem, das eine automatische Schwebefluglage während des Tauchsonareinsatzes ermöglicht. Die BHS-Besatzung besteht aus zwei Piloten und einem Hubschrauberortungsmeister.

 

MK 88-Sensoren und - Effektoren

An Sensoren verfügt der Sea Lynx über ein Sonar, ein Radar, ein „Tactical Air Navigation System“ (TANS) sowie über umfangreiche Navigations- und Kommunikationssysteme; an Effektoren über Torpedos und Markierungsmittel.

Der Sea Lynx ist mit dem Tauchsonar AN/AQS 18 ausgerüstet, das von der amerikanischen Firma Bendix im Auftrag der deutschen Marine entwickelt wurde. Mit Hilfe des Tauchsonars werden Uboote geortet, verfolgt und klassifiziert. Die Anlage kann u.a. in der aktiven und passiven Betriebsart eingesetzt werden. Im aktiven Modus wird das aufgefangene Echo in adäquate Video- und Peilungssignale umgeformt, um zur optischen Darstellung auf einem 360°-Sichtschirm zu gelangen. Für den Hubschrauberortungsmeister werden die Echos als kurzzeitig erhellte Punkte auf dem Schirm sichtbar. Zur Information der Piloten werden die Zieldaten nach Peilung und Abstand auf ein im Cockpit installiertes Anzeigegerät übertragen.

 

Das Radargerät vom Typ „Ferranti Seaspray“ befindet sich in der linken Cockpitseite. Zur Seeraumabdeckung sind vier Entfernungsbereiche wählbar. Für den taktischen Einsatz von wesentlicher Bedeutung ist die Möglichkeit, Radarkontakte in den Navigationscomputer einzugeben und verfolgen zu lassen.

Haupthilfsmittel zur Navigation und für den taktischen Einsatz ist der dopplergestützt arbeitende Navigationscomputer (TANS). Das System spielt bei der Speicherung, Verarbeitung und Weitermeldung von Radarkontakten eine entscheidende Rolle.

Hinsichtlich des Waffeneinsatzes kann der Sea Lynx zwei Ujagd-Torpedos für den Tiefwassereinsatz oder zwei flachwasseradaptierte Torpedos mitführen. Die Torpedos werden vom Piloten mit den Zieldaten programmiert und abgeworfen. Als „Leichtwaffen“ werden maximal sechs Rauschmarker oder sechs Schallsignalkörper mitgeführt.

 

Der Sea Lynx wird mit einer hydraulischen Deckharpune (Deckverriegelungsanlage) in einem speziellen Gitter des Flugdecks gesichert. Kurz vor dem Landen wird die Harpune in dem Gitter verankert und zieht die Sea Lynx auf das Flugdeck.

 

MK 88A-Sensoren und - Effektoren

Das Radargerät Seaspray 3000-Radar von Marconi Electronics ist unter der Nase des Sea Lynx angebracht und gewährt eine 360 Grad Rundumsicht. Damit ist die Sea Lynx im Einsatz  gegen Überwasserschiffe nach dem Abschuss seiner Sea Skua-Flugkörper, schnell abzudrehen, ohne die Zielbeleuchtung unterbrechen zu müssen. Ein FLIR (Forward Looking Infra Red) ermöglicht die passive Identifizierung von Überwasserzielen auf große Entfernungen. Durch die Integration von GPS wurde auch das Navigationssystem beachtlich verbessert, was die Einsatzverfahren bei SAR, in der Ujagd oder bei OTHT =Over The Horizon Targeting (Zielsuche über dem Horizont) entscheidend erleichtert. Das Cockpit zeichnet sich durch eine neue und übersichtliche Instrumentenanordnung aus. Es wurde für die Operation des Hubschraubers mit einem Piloten konstruiert. Es ist aber ausbaufähig für einen Zwei-Piloten-Einsatz.

Zu den bisherigen Waffen können nun auch vier Flugkörper zur Überwasserschiffsbekämpfung vom Typ Sea Skua mitgeführt werden. Die Sea Skua-Flugkörper besitzen eine Reichweite von ca. 15 km und bieten eine hohe Trefferwahrscheinlichkeit auch gegen kleine Überwasserziele. Ihre Flughöhe über der Wasseroberfläche ist variabel einstellbar. Ferner wurde der Sea Lynx auch noch ein schweres cal.50 MG spendiert.

 

Eine weitere Verbesserung hat das Rotorsystem erfahren. Der Rotorkopf und die vier Hauptrotorblätter aus Verbundwerkstoff mit speziell geformten aerodynamischen Spitzen haben an Stabilität und Festigkeit gewonnen. Die Abflugmasse konnte dadurch erhöht und Vibrationen vermindert werden. Der Heckrotor mit seinen vier Rotorblättern besteht ebenfalls aus Verbundwerkstoff mit Titaniumbeschichtung. Er verleiht dem Hubschrauber bei Querwind bis zu 40 kn (72 km/h) ein hohes Maß an Stabilität (weniger Gieren), vor allem beim Start und beim Landen auf dem Flugdeck eines Schiffes. Die Zelle des Hubschraubers wurde in großen Teilen mit Verbundwerkstoffen modifiziert. Insbesondere konnten damit neben einer Verbesserung im Korrosionsschutz auch alte Schwachstellen wie rissanfällige Heckverbindungen beseitigt werden.

 

Aufgaben des Bordhubschraubers

 

Der BHS wird zur Durchführung von drei Haupt- und zwei Nebenaufgaben eingesetzt. Wie bereits erwähnt, ist Uboot-Jagd und -Bekämpfung eine der Hauptaufgaben des Sea Lynx als integriertes Waffensystem der schwimmenden Einheiten. In dieser Rolle kann der Hubschrauber Unterwasserziele entdecken, lokalisieren, klassifizieren und angreifen.

Ein großer Vorteil des Sonarsensors AN/AQS 18 (Tauchsonar) besteht darin, daß die Schiffe außerhalb der Waffengefährdungsreichweite der Uboote gehalten werden können.

Die beiden anderen Hauptaufgaben des Sea Lynx sind:

  • Zieldatenübermittlung. Der BHS erweitert mit Hilfe seines Radars den Radarhorizont des Schiffes oder des Verbandes.
  • Aufklärung. Die Geschwindigkeit, Wendigkeit und der Operationsradius des BHS ermöglichen es der Besatzung, ein bestimmtes Gebiet oder Objekt schnell aufzuklären.

Zu den Nebenaufgaben zählen:

  • Seenotrettungsdienst. Für diese Einsatzrolle wird eine Rettungswinde installiert, die bis zu 272 kg Last tragen kann.
  • Transport. Zur Durchführung von Transportaufgaben wird der BHS mit einem Lasthaken ausgerüstet, mit dem bis zu 1360 kg aufgenommen werden können.

 

Bisherige Erfahrungen in der Uboot-Jagd

Von entscheidender Bedeutung für eine erfolgreiche Uboot-Jagd mit dem Hubschrauber ist der Ausbildungsstand der Besatzungen. Es kommt darauf an, daß die BHS-Crews oft Gelegenheit haben, mit Ubooten „zu arbeiten“, um dann später in der Lage zu sein, z.B. während Manövereinsätzen Uboote rasch aufzuspüren und auch weiterzuverfolgen. Hier hat sich in der Vergangenheit u.a. die Zusammenarbeit mit deutschen Ubooten in der Ostsee als wertvolle Aus- und Weiterbildungsmöglichkeit bewährt.

Nach langjährigem Bordflugbetrieb kann heute eine positive Leistungsbilanz im gesamten taktischen Einsatzspektrum festgestellt werden, die internationalen Vergleichen standhält. Gute Leistungen im Bereich Ujagd wurden während Manöver – bzw. manöverähnlicher Einsätze – erzielt, zu denen primär NATO-Übungen im Bereich Nordsee, das ca. sechswöchige britische Basic Operational Sea Training (BOST), aber auch vier- bis fünfmonatige Langzeiteinsätze in internationalen Verbänden zu zählen sind. Sea Lynx-Hubschrauber des MFG 3/5 nehmen seit 1985 regelmäßig an Langzeiteinsätzen im Bereich der Standing-Naval-Force-Atlantic-Operation (STANAVFORLANT), einem ständig präsenten multinationalen NATO-Verband im Nordatlantik, teil. Seit Herbst 1987 werden Sea Lynx-Hubschrauber der deutschen Marine auch im Mittelmeer im Rahmen der Naval-On-Call-Force-Mediterranean (NAVOCFORMED) eingesetzt. 

Erfahrungen im Uboot-Jagd-Einsatz zeigen, daß der Hubschrauber sehr oft zuerst Ubootkontakt bekommt und dann auch in der Lage ist, diesen zu halten. In den fast ausschließlich von Bord aus geflogenen Ujagd-Übungseinsätzen erwies sich der Sea Lynx stets als überaus wirkungsvoller Ujagd-Sensor. Der Sea Lynx MK88/88A und der im Zulauf befindliche Sea Lion ist aus dem operativen Ujagd-Konzept der Fregatten nicht mehr wegzudenken.

Technische Daten Sea Lynx MK 88A

Länge mit Rotoren

15,24 m

Rotordurchmesser

12,80 m

Heckrotordurchmesser

2,36 m

Höhe

3,67 m

Breite

2,94 m

Max. Gewicht

5330 kg

Geschwindigkeit

132 kn (238 km/h)

Einsatzzeit

2 h 50 min

Reichweite / mit Zusatztanks

528 km / 1093 km

Antrieb

2 x Rolls-Royce Germ 42-1 746 kW

Besatzung

2 + 1

Soldaten (in der Kabine)

9

Sensoren

360° Radar

Seaspray-3000

FLIR

Forward Looking Infrared

ESM

Elektronische Unterstützungsmaßnahmen

Sonar

Bendix AN/AQS 18

Bewaffnung

2 x Torpedo

MK 44 – MK 46 – Stingray – A233/S - MU 90

4 x Flugkörper (Luft-See)

Sea Skua

2 x Wasserbomben

MK 11

1 x MG

Cal. 50 FN Herstal M3M

UPDATE

Deckverriegelungsanlage

Sea King MK 41 "MARINE"