Spähpanzer 2 Luchs

Prototyp Spähpanzer 2

Dieser Prototyp stand lange im Freigelände des Deutschen Panzermuseum in Munster. Die letzten Bilder zeigen ihn und einen weiteren Prototypen in einem Aussenlager des Panzermuseum und es vermittelt ein Bild von der Größe des Fahrzeugs!

Spähpanzer 2 A2

Der Spähpanzer 2 A2 Luchs (SpPz 2 A2 Luchs) war die logische Weiterentwicklung der schweren Spähpanzerreihen GS und Puma der Wehrmacht. Gemeinsam hatten sie 8 Räder und 2 Fahrer (Vorwärts- und Rückwärtsfahrer). Der Luchs war schwimmfähig und extrem geräuschgedämmt, er verfügte über einen Drehturm mit einer 2-cm-Maschinenkanone. Durch seine Allradlenkung war der Luchs extrem wendig. Allerdings wurde diese Funktion aus Sicherheitsgründen bei Geschwindigkeiten über 30 km/h automatisch deaktiviert. Im Rahmen einer Kampfwertsteigerung verlor der Luchs seine Schwimmfähigkeit, er behielt aber den Wasserantrieb und das Schwallbrett. Mit Hilfe von zusätzlichen Auftriebskörpern (2 Sätze wurden hergestellt), die bei Bedarf nachgeführt werden sollten, hätte er wieder schwimmen können. Befestigungspunkte für die Auftriebskörper waren an allen Fahrzeugen vorhanden. Ende der 90er Jahre begann die Aussonderung der ersten Luchse. Die Letzten verließen 2009 die Truppe. Die letzten Einsätze erlebte er auf den Balkan als Kolonnenschutzfahrzeug. Seine hohe Geschwindigkeit, Bewaffnung und Panzerung waren für diesen Zweck Ideal.

Von den 408 gelieferten Luchsen existieren heute nur noch ein paar wenige Museumsstücke bzw. Torwächter.

SpähPz 2 A2 Luchs

Allgemeine Angaben

Fahrzeugkategorie

Spähpanzer

Einheiten

Panzeraufklärer

Fahrzeug Lieferant

Thyssen-Henschel

Fahrgestell Hersteller

Thyssen-Henschel

Panzerung

Stahl teilweise mit Schottpanzerung

SMK-Sicher

Panzerungsstärke

Turm

11mm - 26 mm

Wanne

6 mm - 23 mm

Antrieb

8 x 8 Allrad

Baujahr

1975 - 1976

Stückzahl

408

Indienststellung

1975

Außerdienststellung

2009

Motor

Kraftstoff

Diesel / Benzin / Benzin-Öl-Gemisch

Hersteller

Daimler Benz

Typ

OM 403 VA

Kühlung

Wasser

Zylinderzahl / Anordnung

10 / V 90°

Hubraum

15950 cm³

Leistung

Diesel

286 kW (390 PS)

Benzin

220 kW (360 PS)

Hauptgetriebe

Hersteller

ZF

Art

Lastschaltwendegetriebe

Typ

4 PW 95 H

Gänge

Vorwärts

4

Rückwärts

4

Füllmengen Betriebsstoffe

Kraftstoff

512 l

Allgemeine Leistungsdaten

Kraftstoffverbrauch l/100km

Ca. 70

Fahrbereich

Straße

750 km

Gelände

350 km

Mindestgeschwindigkeit Vorwärts und Rückwärts

4 km/h

Höchstgeschwindigkeit Vorwärts und Rückwärts

Zweiachslenkung

96 km/h

Vierachslenkung

30 km/h

Schwimmgeschwindigkeit max. ca.

10 km/h

Länge

7,75 m

Breite

2,98 m

Höhe

Oberkante Drehringlafette

2,91 m

Oberkante Wanne

2,13 m

Radstand

1,40 m - 2,36 m - 1,40 m

Reifen

14.00 R 20 164 G

Gefechtsgewicht

19,9 t

MLC

19

Besatzung

4

Bodenfreiheit

0,58 m

Grabenüberschreitfähigkeit

1,90 m

Watfähigkeit

Schwimmfähig

Steigungswinkel

60 %

Stufensteigfähigkeit

0,60 m - 0,80 m

Wendekreis

Vierachslenkung

11,50 m

Zweiachslenkung

19,40 m

Sensorik

Optik

  • Fahrergerät (BIV) PERI-D53A1 ZUB
  • PERI-Z11 A1
  • Wärmebildgerät (A2) WBG-X

Bewaffnung

Hersteller

Rheinmetall

Art

Maschinenkanone

Typ

MK 20 mm RH 202

Kaliber

20 x 85 mm

Richtbereich

Höhe

-12° bis +70 °

Seite

360°

Richtgeschwindigkeit

Höhe

80° in 2 Sek.

Seite

180° in 3 Sek.

Munitionsvorrat

Spreng-Brand

425 Schuss

Hartkern

75 Schuss

Selbstverteidigung

Nebelmittelwurfanlage

Fla MG

MG 3

Richtbereich

Höhe

-15° bis +55°

Seite

360°

Munitionsvorrat

800 Schuss

Geräteausstattung

  • 1 SEM 25 (SEM70/80/90)
  • 1 SEM 35 (SEM 70/80/90)
  • 1 HF 400 W (HF XK 405)

Anmerkung Gewichte = gesetzlich zulässig und Gewicht in ( ) = technisch zulässig

Irrtümer und Fehler nicht ausgeschlossen

Gesamtansicht

Details

In freier Wildbahn

Bilder von einer Vorführung in Gotha

Buchempfehlung:

Spähpanzer Luchs aus dem Verlag Motorbuch Verlag.

ISBN 978-3-613-03162-3