Brückenlegepanzer Biber

Der Biber gehört zu dem imposantesten Fahrzeug der Leopard 1 Familie. Eingeführt im Jahr 1973 ist er noch heute (2012) im Bestand der Pioniertruppe. Der Biber war das erste gepanzerte Brückenlegefahrzeug, dass die Brücke horizontal im freien Vorbau verlegen konnte. Im Gegensatz zu den sonst üblichen verlegen von Scherenbrücken konnte die Entdeckungswahrscheinlichkeit auf größere Entfernung stark verringert werden. Mit der Brücke können Geländeeinschnitte bis zu 20 m überwunden werden, damit werden 80% aller in Deutschland vorkommenden Hindernisse überwindbar. Bei der Einführung war der Biber das leistungsstärkste und schnellste Brückenlegesystem der NATO, ausgelegt für Fahrzeuge bis zu MLC 50 (Ausnahmelast MLC 60) ist heute das Ende der Fahnenstange längst überschritten. Die derzeitigen Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 A5/A6/A6M können die Brücke regulär nicht mehr nutzen. Aber ein Nachfolger ist schon in Sicht, nur wann er den Weg in die Truppe findet, steht in den Sternen!

 

Zur Besatzung ist anzumerken, der Fahrer sitzt gewohnt vorne rechts in der Wanne. Der Komandant sitzt im Einsatz weiter hinten ebenfalls auf der rechten Seite. Beim Straßenmarsch im Frieden wechselt der Komandant auf einen Notsitz vorne links in der Wanne, dort kann er den Fahrer besser bei seiner Arbeit unterstützen.

 

 

Technische Daten Biber mit Brücke

Länge

11,82 m

Breite

4,00 m

Höhe

3,55 m

Zulässiges Gesamtgewicht

45,3 t

Höchstgeschwindigkeit

62 km/h

Besatzung

2

MLC

50

 

 

Technische Daten Biber ohne Brücke

Länge

10,56 m

Breite

3,25 m

Höhe

2,56 m

Gewicht

35,5 t

 

 

Die erste Bilderserie zeigt den Biber ohne Brücke. Die zweite Bilderserie den Biber mit Brücke und die dritte und vorerst letzte Bilderserie den Verlegevorgang.

 



Bilderserie 1: Biber ohne Brücke.

Bilderserie 2: Biber mit Brücke.

Bilderserie 3: Biber beim verlegen der Brücke.